Surfen in der Algarve: Surfer in Vale Figueiras

Surfen in der Algarve: Die besten Surfspots und viele Tipps vom Surfnomaden

Für alle die sich für´s Surfen in der Algarve interessieren habe ich Julian Siewert – den Surfnomaden – interviewt. In unserem Gespräch berichtet er über das Surfen in Portugal. Verrät die besten Surfspots in der Algarve. Warum du eine Surfschule besuchen solltest, wenn du mit dem Surfen gerade anfängst. Und wann ein Urlaub im Surfcamp machen für dich das richtige ist. Wenn Julian gerade nicht surft, schreibt er auf seinem Blog Surfnomade darüber!

Surfen in der AlgarveJulian, du hast einen Surfguide über Portugal geschrieben. Was steht drin und warum sollte ich ihn kaufen?

Der Surfguide Portugal ist eine praktische Reisehilfe für alle Traveller, die Antworten auf folgende Fragen suchen: Wann finde ich in Portugal die besten Wellen? Wo sind die schönsten Surfunterkünfte? In welchem Surfcamp kann ich am besten surfen lernen und wo miete ich einen guten Campervan?

Die Algarve mit ihren wunderschönen versteckten Surfbuchten wird in dem über 160 Seiten umfassenden eBook besonders ausführlich beschrieben. Außerdem vermittelt der Surfguide Portugal ganz viel Lust aufs Surfen in einer der landschaftlich schönsten Küstenregionen Europas.

Warum hast du als Surfnomade, der in der ganzen Welt surft, gerade einen Surfguide über Portugal geschrieben?

Obwohl ich mit meinem Surfboard um die Welt reise und schon so einige exotischen Wellen gesurft bin, verbringe ich seit 15 Jahren fast jedes Jahr auch einige Wochen zum Surfen in Portugal. Ich spreche fließend Portugiesisch und habe vor Ort viele surfbegeisterte Freunde, was nur einige der Gründe dafür sind, warum ich Portugal auch nach dutzenden Surftrips in exotische Länder immer treu geblieben bin.

Besonders gut gefallen mir die einzigartigen Möglichkeiten für einen Surfurlaub im eigenen Campervan. Fast an jeder Strandbucht kannst du wild campen und ungestört übernachten. Und natürlich sind es auch die günstigen Lebensunterhaltskosten, die verdammt schöne Natur und die kaum besiedelte Küste, die meine ausgedehnten Surfurlaube am Südwestzipfel Europas immer wieder so besonders machen.

Meine Begeisterung für das Surfreiseziel Portugal wollte ich immer schon mit anderen teilen und im Surfguide Portugal ist mir das nun endlich gelungen. Ich möchte damit allen surfbegeisterten Portugal-Reisenden helfen, sich schnell und übersichtlich zu informieren und die typischen (Anfänger-) Fehler zu vermeiden.

Gibt es auch in der Algarve gute Surfspots?

Oh ja, sehr viele sogar. An der Algarve fühlen sich nicht nur Badeurlauber wohl, auch für Wellenreiter ist der sonnige Süden ein kleines Surferparadies. Echte Leckerbissen an der Südküste der Algarve sind die Strände Praia da Luz, Barranco oder Zavial, die besonders im Herbst und im Frühjahr richtig gute Wellen bieten. An der Westküste der Algarve ist die Anzahl guter Surfspots sogar noch ein bisschen größer und auch im Sommer gibt es jede Menge gute Surftage.

Welche Jahreszeit eignet sich am besten für einen Surfurlaub in der Algarve?

Die Algarve hat gegenüber den anderen Surfspots in Portugal und Europa einen entscheidenden Vorteil: Es kann das ganze Jahr über gesurft werden! Die beste Reisezeit für Surfer ist aber eindeutig der Zeitraum zwischen Anfang September und Ende November. Der Atlantik ist dann noch angenehm warm und die Wellen rollen wie am Schnürchen in die zahlreichen Surfbuchten, die zu dieser Jahreszeit auch viel weniger Touristen beherbergt als im Sommer. Hinzu kommt, dass dem ständigen Passatwind (Nortada) ab Ende August allmählich die Puste ausgeht, was die Wellen im Herbst noch viel geordneter und surfbarer werden lässt. Trotz des stärkeren Windes, finden absolute Surfanfänger aber auch im Sommer gute Bedingungen zum Surfen lernen.

Wo finde ich als Anfänger die richtigen Surfspots in der Algarve?

Wegen der windgeschützten Lage und der Abdeckung vor allzu großen Wellen, ist die Surfbucht von Arrifana an der Westküste bei Surfanfängern sehr beliebt. An der Südküste sind die Wellen in der Regel etwas kleiner und sanfter, so dass sich dort eigentlich alle Strände zum Surfen lernen eignen.

Kann ich während eines Urlaubs in der Algarve surfen lernen? Wie mache ich das?

In der Algarve gibt es viele geschützte Strandbuchten, in denen sich immer irgendwo ein paar gute Anfängerwellen finden lassen. Das richtige Timing und gute Ortskenntnis sind dafür aber extrem wichtig. Auch deshalb kann ich das Surfen lernen in Eigenregie eigentlich niemandem empfehlen. Besser aufgehoben bist du in einer Surfschule, in der dich erfahrene Surfcoaches Schritt für Schritt in die Kunst des Wellenreitens einweihen.

Brauche ich unbedingt eine Surfschule, um surfen zu lernen?

Du kannst dir zwar an vielen Surfstränden für wenig Geld ein Surfboard ausleihen, ohne einen Surfschein vorzuzeigen. Einen Gefallen wirst du dir damit aber nicht tun. Das Risiko dich oder andere Wassersportler oder Badegäste zu verletzten, ist viel größer als die Chance, eine Welle zu catchen und dann auch noch so abzureiten, dass du wirklich Spaß dabei hast.

Welches Equipment benötige ich? Muss ich mir das alles vorm Urlaub kaufen, oder kann ich es vor Ort leihen?

Ein Surfboard mitzunehmen lohnt sich eigentlich nur, wenn du schon gut surfen kannst und ein eigenes Surfboard besitzt, auf das du auf keinen Fall verzichten möchtest. Alle anderen sollten sich das Material besser vor Ort mieten. Die Tagesmiete für ein Einsteigerboard liegt je nach Surfregion und Saison bei etwa 10 bis 20 Euro. Und wenn du einen Surfkurs buchst oder in einem Surfcamp eincheckst, ist das Equipment in der Regel inklusive. Die Schlepperei und den teuren Transport im Flugzeug kannst du dir somit sparen.

Was bei einem sorgenfreien Surfurlaub in der Algarve aber auf keinen Fall fehlen darf, ist der passende Neoprenanzug. Das Wasser an Portugals Küsten ist nämlich selbst im Hochsommer ziemlich kühl. Damit es keine großen Überraschungen gibt, findest du in meinem Wetsuit-Ratgeber alle wichtigen Dos and Don’ts für die Suche nach dem passenden Neoprenanzug.

Ich habe in deinem Guide gelesen, dass es in der Algarve Surfcamps gibt. Was ist das?

In einem Surfcamp teilst du dir die Unterkunft mit anderen Surfanfängern und brauchst dich sonst um nichts weiter zu kümmern. Für die Surfausrüstung, Verpflegung, Surfkurse und den Transport zum Surfstrand ist gesorgt.

Die Suche nach dem passenden Surfcamp ist allerdings eine Wissenschaft für sich. In kaum einer anderen Surfregion Europas ist die Auswahl an deutschen und internationalen Surfcamps so groß wie in der Algarve.

Im Surfguide Portugal handelt daher ein ganzes Kapitel ausschließlich davon, wie du ein gutes Surfcamp findest. Vor allem die etwas kleineren Surfcamps mit familiärer Atmosphäre werden darin mit allen Leistungen und Preisen vorgestellt. Damit kann sich jeder ein eigenes Bild davon machen, welches Surfcamp am besten zu den eigenen Ansprüchen passt.

Wer sich einen Eindruck von der Vielfalt an Angeboten machen möchte, kann sich aber auch in meiner großen Surfcamp Portugal Review einen ersten Überblick verschaffen.

Ist ein Surfcamp nur etwas für Surf-Anfänger?

Nein, auch viele Algarve-Reisende mit mehrjähriger Surferfahrung entscheiden sich immer wieder für die bequeme Rundumversorgung in einem Surfcamp. Die Verpflegung und attraktiven Zusatzangebote wie Yoga, Massagen oder Stand Up Paddling, die gemeinsam mit anderen surfbegeisterten Travellern wahrgenommen werden können, machen den Aufenthalt in einem Surfcamp nicht nur für Surfanfänger attraktiv.

Außerdem ist das Surfen lernen ein Prozess, der sich über viele Jahre erstrecken kann. Und selbst fortgeschrittene Surfer profitieren von speziellen Trainingsmethoden, wie etwa der Video-Analyse, die in der Regel nur in renommierten Surfcamps und Surfschulen angeboten wird.

Surfen in der Algarve

Was kostet ein Surfurlaub in der Algarve ungefähr?

Eine Woche im Surfcamp kostet je nach Ausstattung und Saison zwischen 250 und 500 Euro. Unterkunft, Verpflegung und Surfkurs sind dabei meistens inklusive. Für fortgeschrittene Surfer, die das eigene Surfequipment dabei haben und nur eine Unterkunft suchen, wird es entsprechend günstiger. Sie werden in den vielen Surfhostels der Algarve fündig, wo man teilweise schon für 10 bis 15 Euro übernachten kann. Auch Bars und Cafés sind insgesamt spürbar günstiger als bei uns in Mitteleuropa. Eine einfache Mahlzeit im Restaurant kostet etwa vier bis sechs Euro.

Im Guide gibt es ein ganzes Kapitel über “Free Surfer”. Wer oder was ist das?

Free Surfer sind Traveller, die schon etwas länger surfen und auf die bequeme Rundum-Betreuung in einem Surfcamp verzichten – dafür aber ein großes Maß an Freiheit, Spontanität und Abenteuer-Feeling gewinnen. Auf der anderen Seite musst du als Free Surfer alle surfrelevanten Entscheidungen selber treffen. Angefangen von der Suche nach dem passenden Surfspot, über die geeignete Windrichtung bis hin zur richtigen Tidenzeit und Wellenhöhe – anders als in einer Surfschule oder in einem Surfcamp steht dir als Free Surfer kein erfahrener Surfcoach zu Seite, der dir immer verrät, wann und wo die besten Wellen für deine Könnensstufe brechen. Du musst also in der Lage sein, unbekannte Surfspots eigenständig einzuschätzen und zu bewerten, ob die Surfbedingungen auch wirklich zu deinem Surflevel passen.

Warum ist die Algarve ein gutes Ziel für Free Surfer?

Ob im eigenen VW-Bus, Mietwagen mit fester Surfunterkunft oder 100% low-budget mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Zelt – die Möglichkeiten für einen Surftrip als Free Surfer in der Algarve sind vielfältig.

Zu den größten Pluspunkten der Region zählen die beiden unterschiedlichen Küstenverläufe. Je nach Jahreszeit, Wellenrichtung-und Größe kannst du als Free Surfer nämlich zwischen den sanften Wellen an der Südküste und den etwas raueren Bedingungen an der Westküste wählen. Zwischen Odeceixe und Lagos findest du locker an die 50 verschiedene Surfspots für alle Könnensstufen, die sich von Sagres aus fast alle innerhalb einer Stunde Fahrstunde ansteuern lassen.

Wie sieht für dich ein richtig cooler Surfurlaub in der Algarve aus?

Ein richtig cooler Surfurlaub in der Algarve beginnt schon mal mit den teils abenteuerlichen Schotterpisten durch die atemberaubenden Nationalparks, die an die weitgehend naturbelassenen Steilküsten führen. Auf diesen Klippen im eigenen Campervan mit offener Heckklappe zu übernachten und die Wellen immer direkt vor der Nase zu haben – das ist der absolute Traum eines jeden Surfers; und in kaum einer anderen Surfregion der Welt lässt er sich so gut verwirklichen wie in der Algarve! Denn obwohl das Wildcampen in der Algarve offiziell verboten ist, werden Campervans auch über Nacht an fast allen Strandbuchten geduldet. Und wer ohne eigenes Surfmobil in die Algarve reist, kann sich auch vor Ort noch ohne Probleme einen VW Bus mieten.

Ein Surfurlaub in einem Surfcamp ist aber auch eine tolle Erfahrung. Gerade für Leute, die alleine Reisen und die Region noch nicht so gut kennen, bieten ein Surfcamp viele Vorteile.

Welches ist dein Lieblingssurfspot in der Algarve?

Meine beiden absoluten Lieblinge zum Surfen und Übernachten sind Praia de Figueira und Ponta Ruiva, weil ich dort schon unglaublich gute Wellen hatte und weil es einfach magische Plätze sind. An Tagen mit sehr großen Wellen lohnt es sich, an die etwas geschützteren Surfspots an der Südküste auszuweichen. Dort zählt der Praia do Barranco zu meinen absoluten Lieblingen.

Surfguide Portugal by Julian Siewert

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